Vita

1967 | * |
1985-1989 | Ausbildung zum Modellbauer Auszeichnung zum 1. Kammersieger und 3. Landessieger im Modellbauerhandwerk |
1990-1992 | Angestellt als Modellbauer bei ARP Stuttgart |
1992-1993 | Fachhochschulreife |
1993-1998 | Architekturstudium an der Fachhochschule Stuttgart |
1996-1997 | Praktikum bei Herzog & de Meuron Architekten, Basel |
1998-2003 | Angestellt als Architekt und Leiter der Modellbauwerkstatt bei Herzog & de Meuron Architekten, Basel |
seit 2003 | Eigenes Atelier für Architekturmodelle |
2008-2010 | Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Lehrauftrag an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur |
Béla Berec ist Modellbauer und Architekt. Seit 1990. Eine Mischung, die ihn auszeichnet und seine Kunden immer wieder auf den Plan ruft, wenn es gilt, handwerkliches Geschick und planerisch-intellektuelle Fähigkeiten abzurufen. Und damit das Beste aus beiden Welten zu bekommen.
Langjährige Erfahrung und Wissen. Erworben an zahlreichen Stationen. Modellbaulehre, Architektur-Studium FH Stuttgart, Architekt und Leiter der Modellbauwerkstatt bei Herzog & de Meuron. Und schliesslich die Lust, all das auch zu vermitteln und zu lehren. Als Dozent an der Hochschule Luzern – Technik & Architektur.
Das Anliegen von Berec ist vor Allem, über den richtigen Grad der Abstraktion die Grundidee des Entwurfs heraus zu arbeiten und in ein Modell zu giessen, dass das architektonische Konzept bestmöglich abbildet.
Wichtig auch: die Balance finden. Zu realistisch gerät kitschig. Zu abstrakt verliert sich im intellektuellen Planspiel, im Wald, der vor lauter Bäumen verschwindet.
Béla Berec legt besonderen Wert auf höchste Präzision, die sich aber nicht in pedantischer Detailverliebtheit äußert, sondern in der Weise, dass alle Aspekte passgenau in ein stimmiges Ganzes münden.
Die Idee und ureigene Wesenheit des Entwurfs sichtbar zu machen.
Das ist die Kunst. Das Modell mit Tiefe und Sinn zu erfüllen.
Herausragend in seiner Arbeit ist auch, dass Berec „echte“ Materialien wie Holz, Stahl, Beton, Stein und Glas einsetzt, so dass schon im Modell die haptische Qualität der Oberflächen und der ästhetische Ausdruck des künftigen Bauwerks spürbar werden.
Apropos Material: Die Leidenschaft für verschiedene Werkstoffe ist vielleicht auch in der „gefühlten“ Verbindung mit Künstlern wie Jean Tinguely, Andy Goldsworthy oder Lyonel Feininger begründet.
In jedem Fall aber zeigt sich in den Referenzen seiner renommierten Auftraggeber wie Herzog & de Meuron, Zaha Hadid, David Chipperfield und EM2N, dass Berec auch für die Grössen der Branche arbeitet und sein Verständnis von Präzision und Ästhetik sehr geschätzt wird.
Seine Arbeit ist seine Leidenschaft und sein Leben. Fast.
Was zum Glück noch fehlt: Guter Britpop und Eierkuchen ungarischer Provenienz…
Gespräch mit Frank Stöckle – Schauspieler, Musiker – über Béla Berec und seine Arbeit.
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